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Chronische Migräne und Medikamentenübergebrauch – was ist das beste Vorgehen (Studie)?

Chronisch

Eine gute Neuigkeit für alle, die unter chronischer Migräne leiden und zu allem Übel mit Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen kämpfen.

Die Mayo Kopfschmerzklinik in Arizona USA wird in den nächsten Jahren das beste Vorgehen bei Medikamentenübergebrauch in Zusammenhang mit chronischer Migräne erforschen. Dafür haben Dr. Schwedt und sein Team beträchtliche Forschungsgelder vom Patient Centered Outcomes Research Institute (PCORI) zugesprochen bekommen: 7 Mio. $.

Die Forschung soll 5 Jahre dauern und 2 Ansätze vergleichen:

  • Ein Aussetzen der Medikamente, die übermäßig gebraucht wurden (Medikamentenpause) und Beginn einer neuen Prophylaxe, oder
  • der Beginn einer neuen Prophylaxe ohne Medikamentenpause.

Sollte sich herausstellen, dass es nicht notwendig ist, eine Medikamentenpause einzulegen, bevor mit der Prophylaxe begonnen wird, wäre das natürlich eine große Erleichterung für die Betroffenen. Eine Medikamentenpause ist fast immer eine große Belastung.

Weitere Informationen zum Forschungsvorhaben findet ihr in der Projektbeschreibung und in einem Artikel auf Migraine.com.


Auch interessant:

 

2 Aktuelle CGRP-Studien – 1 davon zu chronischer Migräne


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3 Gedanken zu “Chronische Migräne und Medikamentenübergebrauch – was ist das beste Vorgehen (Studie)?

  1. Ich habe wirklich alles probiert. Nur eine konsequente Schmerzmittelpauese , 1 Woche genügt und eine gleichzeitige Prophylaxebehandlung stellt den Körper wieder “ auf Null“. Dann können die Migränemittel wieder wirken. Danach muss darauf geachtet werden, dass man nicht wieder in die Medikamenteninduzierte Kopfschmerzfalle hinein rutscht. Ich habe den Schmerzmittel- Entzug die letzten 2 mal in Absprache mit meinem Neurologen alleine zu Hause durchgeführt. Die beiden Entzüge und die Migränebehandlungen in verschiedenen Klinik haben mir überhaupt nicht geholfen. Mittlerweile habe ich mit meinem Neurologen ein für mich optimales Prophylaxe Medikament gefunden. Allerdings hat es lange gedauert, bis ich die volle Wirkung spüren konnte. Da sollte man auch viele Geduld haben.

    1. Hallo Madeleine, meine Frage an Sie wäre, wie heißt
      das Prophylaxe Medikament, das Ihnen die Migräne
      anfälle reduziert?.
      Über eine Antwort würde ich mich freuen.
      Gudrun

      1. Hallo,
        Das Migräneprophylaxe Mittel heißt Amytriptylin. Ich habe mit 20mg angefangen und mittlerweile nehme ich 100mg. Dieses Mittel ist schon sehr lange auf dem Markt. Eigentlich ist es ein Antidepressivum. Die Nebenwirkungen sind am Anfang sehr unangenehm.(z.B Müdigkeit, trockener Mund ) da muss jeder Patient für sich selbst entscheiden, ob er konsequent weitermacht. Ich bin einfach nur glücklich damit. Mein Neurologe sagt mir, dass er sehr froh ist, dass ich so diszipliniert bin und so geduldig war, bis das Medikament seine volle Wirkung hatte. Leider habe ich auch etwas zugenommen, aber damit kann ich leben. Ich habe nun ein ganz anderes Leben. Ich schlafe besser( Amytrityllin wirkt schlaffördernd), meine Verzweiflung wegen der Dauermigräne ist weg. Und ich fühle mich etwas “ geschützter“ , da mich nicht mehr jedes Problem sofort in eine „Migränekatastrophe“ stürzt.

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